Jede einzelne Falte beschreibt eine Geschichte,eine seiner Geschichten.. Die Eine aufregender als die Andere..
Doch was macht er nun hier,an diesem verlassenen Ort und starrt auf das Gras ,welches sich leicht hin und her bewegt,
getrieben durch den Wind.
Ein Ort,an dem er jeden Tag,um die gleiche Uhrzeit seine Ruhe findet. Warum nur sucht er diesen Ort auf?
Die Falten umrahmen seine Augen..Augen die solch eine Traurigkeit ausstrahlen,wie ich es noch nie zu sehen vermochte..
So reißen sie einen mit,das Gleiche zu fühlen wie er..die gleiche Sehnsucht,Einsamkeit wie er..
Doch warum?Warum fühlt er so?
So sitzt er da,in seinem grauen schlichten Mantel,seinen grauen Hosen und seinen schwarzen Schuhen..
So sind es auch die Haare,die diese Farbe beinhalten..Grau..
Alles Grau,
So ist es auch sein Leben?Grau?Trist und grau?
Was ist ihm widerfahren..was ist geschehen?Das ihn so quält,dass er hier nun sitzt..Allein an einen Ort,wo sich
normalerweise nur die Toten zur Ruhe setzen..
Friedhof..
So weint er einer armen Seele nach?
So fließen die Tränen,tropfen auf den kalten,grauen Grund...und
verschwinden,sie verschwinden wie die Glückseeligkeit,
die der Mann mal empfand,bevor man sie ihm entriss..
So weint er ihr nach..
So wein ich mit,denn ist allein der Anblick dieses armen Mannes,wie der eigene Verlust einer geliebten Person,
einer Liebe,die man nicht beschreiben kann,die er für sie empfand.
So weinen wir zusammen,Träne um Träne verfließen und tropfen auf den Boden. Er verschlingt die Tränen pietätlos und verfrachtet sie in die Tiefe..
Er blickt auf,in die Richtung einer der Grabsteine und so steht er auf...
Sein Blick gerichtet auf diesen Stein,
Grau,mit Blumen beschmückt und einer verzierten Aufschrift.
Meine geliebte Tochter,
so Ruhe ,
du arme Seele,
die zu früh von uns genommen..
Genau vor diesem Stein bricht der Mann zusammen und weint ,er weint um seine Tochter,
die ihm fehlt..wie einem die Sonne nach einer langen Zeit voller Regen..
und denkt er immer daran,dass sie nie wie er Falten besitzen wird ,die die Geschichten ihres Lebens erzählen.
Oh noch mehr Tränen als je zuvor vergießen,
begleitet durch einen Schrei,einen Schrei voller Gewissenslosigkeit,voller Rache,voller Traurigkeit.
So verspür ich die Lust mit ihm zu schreien,
schreien um die arme Seele,schreien um das Gefühl,welches ihm die Luft zum atmen nimmt,
welches ihm ins Herz sticht ,ihn aber doch nicht das Leben nimmt.
Das Leben ,das sie nie haben wird..
Stunden vergingen,
voller Tränen,voller Wut...
Hilflosigkeit..
Geknickt versucht er aufzustehen,
von ihr zu gehen..
Er küsst ihr Grab,
spricht zu ihr : Leb wohl ,meine Kleine
So tropft das letzte Mal eine Träne auf ihr Grab..
Welchen Weg wird er beschreiten,
Welchen auch immer,
sie wird immer bei ihm sein,
bei was auch immer,
Sie wird da sein..
Und wieder fließen Tränen,
doch diesmal Tropfen sie auf ihresgleiche,
sie tropfen herunter..weit herunter
und vereinigen sich letztendlich mit dem Wasser.
Er fällt,
mit ihm die Tränen,
die Wut,
die Rachelust,
die Traurigkeit,
Hilflosigkeit..
So hat er sie gefunden,
die Lösung,
nach der er suchte.
Und nun vereint,
mit ihr,
So führt sie ihn,
und zusammen
gehen sie ihren Weg..
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